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Diesjähriges Thema: Valises et Passages

KOÏNZI-KaffeeHAUS IV

Temporärer Raum für Wechselwirkungen der Künste

23. – 27. April 2019 in der Fabrik der Künste, Kreuzbrook 10-12

Ausstellung mit Arbeiten von
Anna Lena Grau (Packstücke, Installation 2017/2018), Nele & Lauritz Lipp (Jean Weidts Exilfahrten, Installation, 2016), Wittwulf Y Malik (5 voyages, experimentelles Musikvideo, 2011), Burkhard Scheller (o.T., o.J., Objekte), Marina Siena / Marlis Brinkmann (cum radices vidulus, Art-Installation, 2019), Simon Waßermann (genii / loci, Objekte, 2005-2019).

Die zeitbasierten Elemente werden mit musikalischen Intermezzi von Wittwulf Y Malik angekündigt.

Dienstag, 23. April

18.00  Vernissage

Verleihung des 5. BlauLAUT-Preises für interdisziplinäre Kunst durch KOÏNZI-DANCE e. V. an Jasmin Schaitl für ihr Projekt volumes.  

Laudatio: Nele Lipp

In volumes passiert die österreichische Künstlerin die Genres Zeichnung / Bildhauerei / Film / Literatur und Performance auf ihrem Weg von der gezeichneten Linie zum Gesprächsfaden.

 

19.00  Podiumsdiskussion

Liberalität im Umgang mit Kunst: Gründe des Kofferpackens / Frage nach offenen Passagen

Ralf Beil (Kurator) im Gespräch mit Michael Diers (Kunsthistoriker)

Moderation: Hajo Schiff

Dr. Ralf Beil wurde im Dezember 2018 vom Kuratorium der Kunststiftung Volkswagen der Koffer vor die Tür des Kunstmuseums Wolfsburg gestellt, obgleich er dort als Direktor noch bis 2020 unter Vertrag war. Er war unter anderem gerade dabei, die Ausstellung Öl. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters zusammen zu stellen. Beil hatte 24 Stunden Zeit zu packen. – Wir sprechen mit ihm über die Gründe und über die enger werdenden Grenzen künstlerisch-kuratorischer Freiheit.

Mittwoch, 24. April

19.00 Maskenvignetten / Tanzperformance (25’)

Anatelier / Gilles Viandier (Tanz): Dodomonde pour „Valises et Passages“ (2019)

Ein Tänzer auf einer runden Picknickdecke, eine alte Hutschachtel mit verschiedenen Elementen – zwei Dodomasken und andere, ein paar Tüten, Taschen, Bilder. Daneben ein Koffer mit einem Laptop, aus dem Maskenvignetten mit Dodo, der Gärtnerin, und Don Quichotte abgespielt werden.

 

19.30 Super8 Film (15’)

Nele Lipp: Kleidertausch (1972)

Der Film entstand im Rahmen der „Zeltschule“  an der HbK Hamburg als Teil III einer Recherche über Kleidung als Passage und Kommunikationsmittel.

 

20.00 Erzählungen / Gespräch am Tisch (open end)

Joska Pintschovius: Im Koffer meiner Urgroßmutter

Carte blanche für einen Geschichtenerzähler

Donnerstag, 25. April 

19.00 Maskenvignetten / Tanzperformance (25’)

Anatelier / Gilles Viandier (Tanz): Dodomonde pour „Valises et Passages“ (2019)

Ein Tänzer auf einer runden Picknickdecke, eine alte Hutschachtel mit verschiedenen Elementen – zwei Dodomasken und andere, ein paar Tüten, Taschen, Bilder.  Daneben ein Koffer mit einem Laptop, aus dem Maskenvignetten mit Dodo, der Gärtnerin, und Don Quichotte abgespielt werden.

 

20.00 Tanzfilm  (50’)

Nele Lipp: O TEMPORA O MORES – Grand Défilée des Masques (2017, eine Produktion von KOÏNZI-DANCE e. V., Filmversion Heidi Härtel)

Passage durch einige Arbeiten von Nele Lipp – immer wieder aufgeschreckt vom neuen Geist der Zeit.

 

21.00 Kleine Feier zur Ehrenmitgliedschaft

für Heidi Härtel (Deutsches Tanzfilminstitut Bremen)

Heidi Härtel begleitet seit 20 Jahren die Arbeit von KOÏNZI-DANCE e. V. Es ist Zeit, dies mit Champagner und Trüffeln zu feiern.

Freitag, 26. April / Samstag, 27. April

19.00 Tanzsolo 45’

Elisabeth Schilling: FELT

Hommage an den Tastsinn zwischen Installation und Performance, eine Bilderflut zwischen Unbelebtem und Lebendigem, zwischen Geometrie und Phantasma. Haut und Stoff, gehalten durch Knochen und Muskulatur, bilden eine Textur der Bewegung und schaffen Raum für Imagination. Im einen Moment noch bewegte Skulptur – dann schon ein Fluss aus Stoff – abstrakte Landschaft – amorphes Wesen…

 

20.00 Tanz / Performance (ca. 20’)

Marina Siena: Vermisst (Neufassung 2019, eine Produktion TeatroLibero e. V.)

Die eigene Welt in den Koffer packen, losgehen und neue Durchgänge ausprobieren… Erwartungen und Enttäuschungen, etwas verlassen, verlieren, vermissen…

Sonntag, 28. April

ACHTUNG – Anderer Ort: METROPOLIS Kino, Kleine Theaterstr. 10, 20354 Hamburg:

15.00 Film (60’)

Life legacy project. Correspondences between German Contemporary Dance and Judson Dance Theatre Movement (2013/2014, ein TANZFONDS ERBE Projekt der Bundeskulturstiftung)

Produktion Angela Guerreiro

Mitarbeit Karen Schaffmann / Deutsches Tanzfilminstitut Bremen / Help Images

Der Film befasst sich mit den revolutionären Verfahren / Techniken des Tanzes / der Tanzpädagogik, die aus der US-amerikanischen Avantgarde der Judson-Church-Bewegung (1960-1967, New York) hervorgingen und meist über niederländische Institutionen nach Deutschland gelangten. Er spiegelt diese philosophisch-praktischen Einflüsse mit ihrem Fokus auf Improvisation, Contact und Alltagsbewegungen an der Arbeit mit Zeitzeugen.