Aktuell

AKTUELL

Nächste Tanz-/Film Veranstaltung
im METROPOLIS Kino
Kleine Theaterstr. 10, 20354 Hamburg:

Sonntag, 18. März 12h: Jean Weidt – “Die Zelle” (2016)

Der Tänzer Hans Weidt wurde 1904 in Hamburg-Barmbek geboren. Er war im Wesentlichen ein Autodidakt, orientierte sich politisch links, schuf 1933 in Berlin den regimekritischen Maskentanz „Reichstag“ und wurde von da an von den Nationalsozialisten verfolgt. Der Weg des kommunistischen Tänzers führte über Moskau und Prag nach Frankreich, wo er Künstler der surrealistischen Szene kennen lernte, die sein Werk prägten. Als feindlicher Ausländer wurde er 1940 inhaftiert und konnte erst nach dem Krieg wieder richtig in seinen Beruf einsteigen. 1947 gewann er mit „Die Zelle“ den 1. Preis im internationalen choreografischen Wettbewerb in Kopenhagen. – Diese Choreografie wurde, nach zeichnerischen Dokumenten 2016 von Nele Lipp (Regie) und Christiane Meyer-Rogge/Monika Weller (Choreografie) neu auf die Bühne gebracht. Musik: Wittwulf Y Malik, Kostüme Burkhard Scheller, Videos: Karsten Wiesel.

Eine Dokumentation des “Deutschen Tanzfilminstituts Bremen“.

Nächste Aufführung im Gemeindehaus der Blankeneser Kirche am Markt, Mühlenberger Weg 64a

Freitag, 23. März 19h: Nele Lipp „Kein Eintritt… No Entrance… Entrée interdite“
Transformance nach Marcus 10, 17-27

Zwischen Armut, Avantgarde und Ampeln, neben Prostitution und Schlachthof: Die Kirche auf einer Verkehrsinsel neben Gefängnis und Gericht und dort nun ein Tanz zu einem Bibeltext. Wie sollte das gelingen? […] Die Gier nach und die Lust am Besitz ließen wir in unserer Figur manifest werden, indem wir sie Schritt für Schritt mit Doubletten des Kirchenschmucks besitzend machten: Ähren vom Altar wurden zum Brustpanzer, ein Engelskragen von der Kanzel zur Halskrause, ein kleiner Drache, auf dem eine Säule stand, zum Spielzeug. Es war Schmuck aus Stuck, den wir dem jungen Tänzer durch drei verführerisch-groteske, sich ständig wandelnde Gestalten andienen ließen, sodass er schließlich weder springen noch sich drehen, weder die Arme noch die Beine nennenswert bewegen konnte. So blieb ihm, eingeschlossen in einem Panzer aus billigem Gips, das Himmelreich des Tanzes, das er zuvor noch virtuos beherrscht hatte, nun verschlossen – was ihm ein Alter Ego, doch ohne den Panzer des Besitzes, unmissverständlich durch Verbotsschilder in drei Sprachen verdeutlichte: „Kein Eintritt“ zum Allerheiligsten.

In Planung:

KOÏNZI-KaffeeHAUS IV

Do. 18.  – So. 21. Oktober